Der ewige Bademeister zurück an der Mauer: David Hasselhoff (60) will am Protest gegen den Teilabriss der East Side Gallery in Berlin teilnehmen. Er plane am kommenden Sonntag direkt vor dem bunt bemalten Mauerstück zu protestieren, schrieb der „Baywatch“-Star am Dienstag bei Twitter. Außerdem forderte „The Hoff“ seine Follower auf, ihn dabei zu unterstützen.

Sein Auftritt von 1989 an der Berliner Mauer ist unvergessen – Hasselhoff sang „Looking for Freedom“ und prägte damit den Soundtrack zum Mauerfall. Außerdem forderte „The Hoff“ seine Follower auf, ihn dabei zu unterstützen. Eigentlich hatte er geplant, am Sonntag auch zu singen. Doch das sei organisatorisch nicht möglich, sagte eine Mitarbeiterin seines Managements am Mittwoch. Möglicherweise werde er aber a capella ein Lied präsentieren.

Seit Wochen machen sich in Berlin zahlreiche Menschen für den kompletten Erhalt der weltbekannten East Side Gallery stark. Wegen eines Bauvorhabens sollten Teile des längsten erhaltenen Stücks der Mauer versetzt werden. Hasselhoff hatte bereits Anfang der Woche angekündigt, die Petition gegen den Teilabriss der Mauer-Galerie unterschreiben zu wollen.

Pläne für einen Kompromiss zum Mauerdurchbruch werden geprüft

Die East Side Gallery im Stadtteil Friedrichshain war nach dem Fall der Mauer als längster Rest der Grenzanlagen zwischen Ost und West erhalten worden. 118 Künstler aus 21 Ländern der Welt bemalten die Betonblöcke mit riesigen Wandbildern.

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Anfang März hatte ein neuer Durchbruch an dem insgesamt 1,3 Kilometer langen Mauerstück für massive Proteste und internationale Kritik gesorgt. Am runden Tisch mit den Beteiligten setzte sich Wowereit für einen Kompromiss ein. Danach könnte statt der neuen Lücke ein bereits bestehender Durchbruch erweitert werden. Die Pläne werden derzeit geprüft.

Ursprünglich war eine neue, 22 Meter breite Öffnung vorgesehen, um ein zwischen Mauer und Spree geplantes Hochhaus zu erschließen und einen Fußgänger- und Radlersteg über den Fluss zu bauen. Diese Brücke hatten Bürger bei einem Volksentscheid mit großer Mehrheit beschlossen.

Bei der Polizei war der geplante Protest noch nicht angemeldet. Vertreter von Bürgerinitiativen kündigten dies aber an. Den Angaben zufolge trafen sich Aktivisten am Mittwoch auch mit dem Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz (Grüne).

BM/dpa