Allein in der Hauptstadt können rund 7500 männliche und 6300 weibliche US-Bürger für Barack Obama oder Mitt Romney abstimmen. Deutschlandweit sind es laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der US-Botschaft in Berlin knapp 160.000 US-Bürger, die ihre Stimme bei der Wahl des nächsten US-Präsidenten abgeben dürfen: Rund 94.000 Zivilisten, 50.000 US-Soldaten und 15.000 amerikanische Zivilangestellte.

Auf gleich drei großen Wahlpartys in der Bundeshauptstadt wird die Entscheidung im Duell zwischen Barack Obama und Mitt Romney in der Nacht zum Mittwoch live übertragen. Für ausgewählte Gäste veranstaltet die US-amerikanische Botschaft in Berlin Partys mit verschiedenen Medienanstalten.

US-Botschafter Philip Murphy meldet sich zu Wort

In die Hauptstadtvertretung der Deutschen Telekom in Berlin-Mitte laden Botschaft, ZDF und der Tagesspiegel-Verlag am frühen Dienstagabend. Markus Lanz („Wetten dass..“) macht dort eine Live-Talkshow, in der auch der US-Botschafter Philip Murphy zu Wort kommt. Auch bei der „Amerika wählt Election Party“ der Sender CNN, RTL und n-tv in der Hauptstadtrepräsentanz des Medienunternehmens Bertelsmann in Mitte tritt Murphy als Interviewgast auf.

Seine dritte Station wird die Wahlparty der ARD sein, bei der er im E-Werk in Mitte an einer Live-Talkshow mit Sandra Maischberger teilnimmt. Alle drei Wahlpartys versprechen ein fundiertes Hintergrundprogramm, Analysen und Expertengespräche.

Live-Übertragungen vom US-Wahlmarathon

Auch die Generealkonsulate der USA in Leipzig und Frankfurt am Main laden zu Wahlpartys ein. Die Auslandsvertretung der Demokraten, die „Democrats Abroad“, fiebern den Resultaten im Babylon-Kino in Berlin-Mitte entgegen. Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Nachrichtensender „MDR Info“ übertragt derweil ab 23.00 Uhr am Dienstagabend insgesamt zehn Stunden lang live vom US-Wahlmarathon.

Bereits am Montag geben rund 1700 Schüler aus mehreren Bundesländern im „US Embassy Election 2012 School Project“ eine Prognose für alle 50 US-Bundesstaaten ab. Auch mehr als 100 Schüler aus Berlin und Brandenburg nehmen an dem Schulprojekt teil. Nach Angaben der US-Botschaft haben sich 116 Englischkurse von weiterführenden Schulen aus insgesamt zehn Bundesländern intensiv mit der US-Politik beschäftigt, um ein fundiertes Stimmungsbild abgeben zu können.

dpa/nbo