BVG

So sehen Sieger aus – Das sind Berlins neue U-Bahn-Sitze

Die BVG hatte die Berliner zur Wahl aufgerufen. Jetzt ist die Entscheidung gefallen, worauf die Fahrgäste künftig sitzen wollen.

Zwei Wochen lang durften die Berliner abstimmen. Die BVG hatte sieben Modelle in einen U-Bahn-Waggon eingebaut, und die Fahrgäste durften zur Probe sitzen. Abgestimmt wurde über Sitzkomfort und Bezugsmaterial. Wie die Berliner Verkehrsbetriebe am Donnerstag mitteilten, haben 15.630 Fahrgäste die Gelegenheit genutzt, um die Sitztypen einem Härte- aber auch einem Komfortest zu unterziehen. Die Sitze sollen in der neuen U-Bahn eingebaut werden.

Gewonnen hat ein Kunststoffschalensitz mit Stoffbezug, der 32,71 Prozent der Wählerstimmen bekam. Insgesamt, so die BVG habe sich Stoff als Bezugsmaterial durchgesetzt. 61,31 Prozent der Tester hätten sich für einen Stoffbezug entschieden. Nur 22,23 Prozent sollten Kunststoff in Lederoptik und 16,46 Prozent einen reinen Kunststoffschalensitz.

Auf Platz 2 (21,87 Prozent) kam ein Sitz, der bereits bei der Hamburger Hochbahn im Einsatz ist. Den dritten Platz belegte ein Sitz, der demnächst in Hamburg zum Einsatz kommen soll.

Der Sieger sei bislang noch bei keiner Bahn in Deutschland im Einsatz. In der Berliner U-Bahn wird der neue Sitz laut BVG sowohl in den neuen Kleinprofil-U-Bahnen, deren Prototypen ab 2015 auf die Schienen kommen, als auch bei den U-Bahnzügen der Serien F76 und F79 des Großprofils, die bis 2019 ertüchtigt und wieder fit für den Einsatz gemacht werden, eingebaut.

BVG-Chefin Sigrid Evelyn Nikutta reagierte begeistert: „Wir freuen uns sehr, dass so viele Berliner, aber auch Touristen an unserer Sitzprobe teilgenommen haben. Auch wir hatten viel Spaß dabei. Das Alter der Teilnehmer lag zwischen 5 und 94 Jahren. Das zeigt doch, wie breit das Interesse der Fahrgäste an unserer Aktion war. Ich danke allen, die bei dieser Aktion mitgemacht haben.“

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