Vor den Protestdemonstrationen und Feiern rund um den 1. Mai ist es nach Angaben der Polizei bisher bei kleineren Zwischenfällen geblieben. Diese seien im Rahmen sogenannter „Tage des Aufruhrs“ im Internet ausgekündigt gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag. Steinewerfer beschädigten unter anderem eine Bankfiliale.

Autonome hatten unter anderem zu Hausbesetzungen, Graffiti-Aktionen und zur Sabotage der Berliner Verkehrsbetriebe aufgerufen. In diesen Zusammenhang sieht die Polizei die kurzzeitige Besetzung eines leerstehenden Neuköllner Hauses am Sonntag sowie die Attacke auf eine Bankfiliale in Schöneberg mit Steinen und Farbbeuteln in der Nacht.

Von dem Aufruf, in BVG-Fahrzeugen schwarz zu fahren, Ticket-Automaten zu beschädigen und sogar Fahrkartenkontrolle anzugreifen, sei aber bisher nichts zu spüren gewesen, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz am Montag. Nach dem Aufruf im Internet, Kontrolleure beispielsweise mit einem Elektroschocker zu attackieren, ermittelten allerdings Staatsschutz und Kriminalpolizei.

Wie im Vorjahr sind rund 7000 Polizeikräfte aus Berlin und anderen Bundesländern bei den Veranstaltungen in der Walpurgisnacht und am 1. Mai im Einsatz. Die Protestfeiern zur „antikapitalistischen Walpurgisnacht“ werden 2012 in Berlin-Wedding statt wie in den Vorjahren in Friedrichshain ausgetragen und sollten am Nachmittag mit einer Kundgebung beginnen. In der Nacht vor dem 1. Mai war es in den vergangenen Jahren regelmäßig zu Ausschreitungen gekommen.

dpa/mim