Hundehasser haben in den vergangenen Tagen in Berlin mindestens 30 Tiere vergiftet, drei Hunde sind bereits an den gefährlichen Ködern gestorben. Betroffen sind vor allem die Bezirke Tempelhof-Schöneberg, Friedrichshain-Kreuzberg, Marzahn und Mitte sagte der Tierschutzbeauftragte des Senats, Klaus Lüdcke. „Sogar am Hauptbahnhof wurde schon ein Köder gefunden“, fügte er hinzu.
Seit rund zwei Wochen sind Hundebesitzer alarmiert, weil Unbekannte immer wieder Rattengift auslegen, um damit die Tiere zu vergiften. Auch in den kommenden Tagen rechnet er mit weiteren Fällen. Er warnte vor Gefahren für Kinder in Parks, „vor allem zu Ostern, wenn sie dann nach Süßigkeiten suchen.“
Wer derzeit mit seinem Hund in Berliner Parks unterwegs ist, sollte gut auf seinen Schützling aufpassen. Unbekannte legen immer wieder Giftköder aus, drei Hunde sind bereits gestorben. Auch Kinder sind gefährdet – ganz besonders zu Ostern.
Den Auslöser für die Attacken auf die Vierbeiner sieht Lüdcke in den wärmeren Temperaturen. „Vielleicht sind es Spaziergänger, die mal von einem Hund angesprungen wurden“, sagte er. Auch in den vergangenen Jahren habe es immer wieder Giftköder-Vorfälle gegeben. In diesem Jahr sei es aber besonders schlimm. „Ich vermute auch, dass es mehrere Täter sind“, sagte der Tierschutzbeauftragte. Er forderte ein neues Meldesystem für Giftanschläge auf Tiere. Diese müssten dem Ordnungsamt mitgeteilt werden. Diese würden dann die Medien informieren, um die Bevölkerung zu warnen.
Auch ein Hund kann an Rattengift sterben, wenn die Vergiftung nicht rechtzeitig behandelt wird. In den allermeisten Fällen konnten die Tiere aber gerettet werden.
Hilfe gibt es auch bei den Experten vom Berliner Giftnotruf unter Tel.: 030-19240. Die Mitarbeiter sind rund um die Uhr erreichbar.
dpa/sei




