Tierschutz

Erster Hund an ausgelegtem Giftköder gestorben

In mehreren Berliner Bezirken legen Unbekannte Giftköder für Hunde aus. Ein Tier soll bereits gestorben sein.

Foto: DPA

Nach der Warnung an Berliner Hundehalter, dass in mehreren Bezirken Giftköder ausgelegt worden sein sollen, sind bei der Polizei bislang keine Anzeigen eingegangen. „Bei uns haben sich noch keine Betroffenen gemeldet“, so eine Polizeisprecherin.

Am Mittwoch hatte die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz auf Bitten des Berliner Tierschutzbeauftragten Klaus Lüdcke eine entsprechende Warnung herausgegeben. Mehrere Hundehalter hätten sich bei ihm gemeldet, auch im Internet kursieren Meldungen, hieß es vonseiten des Tierschutzbeauftragten. Laut Lüdcke sei bereits ein Hund in Lichterfelde an einem Giftköder gestorben, daher habe er die Meldung herausgegeben. Das Gift soll in Fleischstücken stecken, so der Beauftragte.

In diversen Internetforen wurden verschiedene Fundorte in mehreren Berliner Bezirken genannt. Wie zuverlässig diese Angaben sind, ist nicht bekannt. Unter anderem sollten auch im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg entsprechende Giftköder gefunden worden sein. Das dortige Bezirksamt teilte jedoch auf Anfrage mit, dass bislang keine Vorkommnisse bekannt seien.

Der Tierschutzbeauftragte rät dennoch zur Vorsicht. Sowohl Hundebesitzer als auch Eltern mit Kindern sollten besonders aufmerksam sein, da die Kleinen die Köder für essbar halten könnten, so Lüdcke. Hundebesitzer sollten umgehend einen Tierarzt aufsuchen, sobald sie an ihrem Tier Auffälligkeiten feststellen.

Hilfe gibt es auch bei den Experten vom Berliner Giftnotruf unter Tel.: 030-19240. Die Mitarbeiter sind rund um die Uhr erreichbar.