Gefahr für Hunde und Kinder

Berliner Senatsverwaltung warnt vor Giftködern

Immer wieder legen Hundehasser Giftköder aus. Und die sind nicht nur für die Vierbeiner tödlich, sondern gefährden auch kleine Kinder.

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Die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz warnt Berliner Hundebesitzer vor Giftködern, die offenbar in mehreren Bezirken ausgelegt wurden. Die Köder sollen nach Erkenntnissen der Behörden vor allem in Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg entdeckt worden sein.

„Leider kommt es immer wieder vor, dass Hundehasser zu solch heimtückischen Methoden greifen“, sagte der Berliner Tierschutzbeauftragte Klaus Lüdcke am Mittwoch. Lüdcke forderte nicht nur Hundebesitzer zu besonderer Wachsamkeit auf, sondern auch Eltern von Kleinkindern.

Diese sollten besonders aufmerksam sein, weil Kinder die Köder für essbar halten könnten. Hundebesitzer, die bei ihren Tieren Auffälligkeiten feststellen, sollten umgehend einen Tierarzt aufsuchen, riet Lüdcke.

Er verwies zudem auf den Giftnotruf, bei dem unter der Nummer Tel: 030-19240 Experten rund um die Uhr Rat und Hilfe anbieten. In mehreren Internetforen waren bereits am Dienstag Warnungen veröffentlicht worden. Dort wurde auch über weitere entdeckte Giftköder in Mitte und Köpenick berichtet.

Aussehen der Giftköder bislang unklar

Auf der speziell für Hundehalter und Liebhaber geschaffenen Internetplattform „DogForum“, berichtete ein offenbar Betroffener von fünf bis sechs vergifteten Hunden innerhalb der vergangenen zwei Tage. In einem anderen Beitrag war die Rede von mehr als einem Dutzend verendeten Tieren, die den heimtückischen Giftanschlägen zum Opfer gefallen sein sollen.

Wie zuverlässig diese Angaben sind, darüber streiten Experten momentan. Wie die Giftköder, die in den Bezirken ausgelegt wurden, aussehen und präpariert sind, ist bislang ebenso unklar wie die Zahl der bislang ausgelegten Köder. Auch über die Täter wissen die Behörden nichts.

Polizei und Bezirksämter gehen den in den vergangenen Tagen eingegangenen Hinweisen aus mehreren Bezirken derzeit nach. Konkrete Erkenntnisse gibt es bislang noch nicht.