Drei mutmaßliche Mitglieder einer Bande von Internetbetrügern sitzen seit Donnerstag auf der Anklagebank. Zu Prozessbeginn verweigerte das Trio vor dem Berliner Landgericht die Aussage. Zwei Männer und eine Komplizin im Alter von 31 bis 43 Jahren sollen über ein Internetauktionshaus zum Schein zwölf Autos im Gesamtwert von rund 137.000 Euro angeboten haben.
Für einen Pontiac GTO verlangte die Bande knapp 14.000 Euro. Ein Chevrolet kostete fast 17.000 Euro. Ein Range Rover wurde für rund 18.000 Euro angeboten. Tatsächlich gab es die Fahrzeuge den Ermittlungen nach nicht. Die Käufer sollen das Geld ohne jegliche Garantie auf Konten der Angeklagten überwiesen haben.
Ein bislang unbekannter Mittäter soll den Angeklagten niederländische oder Schweizer Pässe für die Betrügereien besorgt haben, damit sie sich unerkannt in Berlin anmelden konnten. Mit diesen Papieren seien Bankkonten eröffnet worden. Gelder, die von den betrogenen Autokäufern auf die Konten flossen, soll das Trio anschließend abgehoben haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten außerdem Betrug gegenüber verschiedenen Firmen vor.
dpa/ap




