Wassereinbruch

Eis im Berliner Autobahn-Tunnel Innsbrucker Platz

Nach dem Feuerbachtunnel in Berlin-Steglitz hat es jetzt auch den Autobahn-Tunnel Innsbrucker Platz erwischt. Wasser tropft von der Decke. Dabei war das Bauwerk erst 2011 saniert worden.

Wegen erhöhter Unfallgefahr durch Glätte haben Polizei und Straßenverkehrsbehörde im Tunnel Innsbrucker Platz je eine Fahrspur pro Richtung gesperrt. Betroffen davon ist auch die Einfahrt Wexstraße.

Durch den Engpass stauten sich am Dienstag auf der A100 vor allem im Berufsverkehr viele Autos. Grund für das plötzliche Glatteis ist Wasser, das aus einer Fuge im Bauwerk austritt und auf die Fahrbahn fließt. Dort gefriert es bei den aktuellen Temperaturen sofort. Auch durch Streusalz konnten die Gefahrenstellen bisher nicht beseitigt werden.

Warum es zu dem Wassereinbruch kommt, sollen Experten am Mittwoch bei einem Vor-Ort-Termin klären. Geprüft wird unter anderem, ob es einen Rohrbruch in diesem Bereich gibt. Möglich sei auch ein frostbedingter Anstieg des Grundwasserspiegels, so eine Sprecherin der Senatsverkehrsverwaltung. Auch wenn die Ursache gefunden ist, muss noch längere Zeit mit Behinderungen gerechnet werden. „Solange Dauerfrost herrscht, können nur schwer Reparaturen ausgeführt werden“, sagte die Sprecherin.

Die 264 Meter lange Straßenunterführung war erst im Sommer für Sanierungsarbeiten mehrfach gesperrt worden. Täglich passieren den Tunnel bis zu 160.000 Fahrzeuge, er gehört damit zu den am meisten befahrenen Autobahnteilstrecken in Deutschland.

Vor einem Jahr passierte ähnliches im Feuerbachtunnel Steglitz. Auch dort tropfte es von der Decke, bildete sich eine gefährliche Eisschicht.

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