Nach Anschlag

Belohnung im Fall Pepper auf 50.000 Euro erhöht

Nach den Anschlägen hat die Berliner Unternehmerfamilie Pepper die Belohnung für Hinweise auf den oder die Täter deutlich erhöht. Beim Angriff auf die Tochter war ein Wachmann schwer verletzt worden.

Foto: schroeder

Nach den Anschlägen auf die Berliner Unternehmerfamilie Pepper in Bad Saarow (Oder-Spree) hat die Familie die bisher ausgesetzte Belohnung für Hinweise verfünffacht. Es seien jetzt 50.000 Euro ausgesetzt worden, teilte die Polizei am Dienstag in Fürstenwalde mit. Vor gut einer Woche war ein 32 Jahre alte Wachmann vor dem Anwesen der Familie angeschossen worden, als ein maskierter Mann mehrere Schüsse auf die Tochter der Familie, Louisa Pepper (23), abgegeben hatte. Die junge Frau blieb unverletzt. Der Wachmann liegt verletzt im Krankenhaus.

Bereits am 22. August 2011 war die Unternehmergattin Petra Pepper (58) in dem Kurort niedergeknüppelt und schwer verletzt worden. Danach hatte die Familie 10.000 Euro Belohnung für Hinweise zur Aufklärung der Tat ausgesetzt sowie einen privaten Wachschutz engagiert. Der 2003 gestorbene Investor Karl Heinz Pepper hatte unter anderem das Europacenter am Kurfürstendamm in Berlin errichtet.

Hinweise erhofft sich die Polizei auch von der Veröffentlichung eines Phantombildes, auf dem die auffällige Kleidung des bislang unbekannten Täters zu sehen ist. Der Mann trug einen Militärtarnanzug und einen Helm mit einem Netz vor dem Gesicht. Das Foto wurde auf der Internetseite der Brandenburger Polizei veröffentlicht. Hinweise nimmt auch die Mordkommission der Kripo in Frankfurt (Oder) unter Tel.: 0335-5613115 entgegen.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den beiden Anschlägen um denselben Täter handelt. Bei der Behörde gingen bisher 24 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Die Mordkommission fragt gezielt nach Hinweisen zur Identität des gesuchten Täters sowie zu Beobachtungen, die in Zusammenhang mit den Taten stehen könnten. Es gehe auch um verdächtige Personen und Fahrzeuge im Bereich des Tatortes, angrenzenden Waldgebieten sowie um den Silberberger Kreisel, hieß es in der Mitteilung.

Unterdessen geht es dem Wachmann, der am 2. Oktober 2011 angeschossen worden war, laut Polizei etwas besser. Er habe inzwischen mehrfach befragt werden können. Nach Angaben der Klinik in Bad Saarow befindet er sich aber immer noch auf der Intensivstation.