Sicherheit

Bezirk Neukölln gibt Wachschutz an Schulen auf

Der bundesweit erstmals eingerichtete private Wachschutz an Schulen in Berlin-Neukölln soll nach vier Jahren eingestellt werden. Der Bezirk habe mitgeteilt, dass der Wachschutz an 15 Schulen nicht mehr bezahlt werden könne, heißt es.

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Der bundesweit erstmals eingerichtete private Wachschutz an Schulen in Neukölln soll nach vier Jahren Ende 2011 eingestellt werden. Der Bezirk habe mitgeteilt, dass der Wachschutz an 15 Schulen nicht mehr bezahlt werden könne, berichtet die „Berliner Zeitung“.

Die Maßnahme war im Dezember 2007 wegen Sicherheitsproblemen an Schulen eingeführt worden und hatte bundesweit Aufsehen erregt.

In den vergangenen vier Jahren gab es an den Schulen mit Sicherheitsdienst deutlich weniger Gewalttaten.

Der Senat hatte damals eine finanzielle Unterstützung der Maßnahme abgelehnt, der Bezirk brachte die Mittel aus dem Kommunal-Etat auf. „Wir können den Wachschutz derzeit und womöglich auch perspektivisch nicht mehr finanzieren“, sagte Schulstadträtin Franziska Giffey (SPD) der Zeitung.

Der Wachschutz kostete im Jahr etwa 700.000 Euro. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sprach von einem „Irrweg“, pädagogische Probleme mittels „paramilitärischer Einheiten“ lösen zu wollen. Kein anderer Berliner Bezirk übernahm trotz ähnlicher Sicherheitsprobleme das Modell.