Protest-Aktion

Dussmann von Charité-Mitarbeitern gestürmt

Bereits seit acht Wochen streiken die Mitarbeiter von Reinigung, Sicherheit, OP-Sterilisation und Logistik der Berliner Charité. Jetzt haben sie mit einer ungewöhnlichen Aktion für Aufsehen gesorgt.

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Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben mehr als 60 Menschen für höhere Löhne bei der Charité Facility Management (CFM) GmbH demonstriert. Begleitet von zwei Ver.di-Gewerkschaftern stürmten sie am Donnerstag ins Kulturkaufhaus Dussmann an der Friedrichstraße, verteilten Flyer und skandierten Parolen. Eine Einsatzhundertschaft löste die nicht genehmigte Kundgebung auf und erließ Strafanzeigen wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Das Kulturkaufhaus musste für „weniger als eine Stunde wegen einer kurzen Störung schließen“, sagte Michaela Mehls, Pressesprecherin der Dussmann-Gruppe. Gegen 15 Uhr habe „Normalbetrieb“ geherrscht.

Mehrere hundert der 2600 Beschäftigten der Charité-Tochtergesellschaft, darunter Mitarbeiter aus den Bereichen Krankentransport, Reinigung und Technik, streiken seit acht Wochen für einen eigenen Tarifvertrag und 168 Euro mehr Lohn. Die Charité Facility Management (CFM) GmbH hat Behauptungen über zu niedrige Lohnzahlungen zurückgewiesen. Die Löhne entsprächen den Tarifverträgen der Branchen oder dem branchenüblichen Niveau, so eine Sprecherin.