Kooperationsmodell

Charité soll mit Delbrück-Centrum fusionieren

In Berlin soll ein Vorzeigemodell dafür geschaffen werden, wie Universitätsforschung mit außeruniversitärer Wissenschaft zusammenwirken kann. Dazu soll das Berliner Universitätsklinikum in der Forschung mit dem Berliner Max-Delbrück-Centrum (MDC) fusioniert werden.

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Der Bund will die Berliner Charité mit dem Max-Delbrück-Centrum zusammenbringen und damit ein bundesweit neuartiges Kooperationsmodell schaffen. Bundeswissenschaftsministerin Annette Schavan (CDU) stelle dafür Bundesmittel in Aussicht, berichtete „Der Tagesspiegel“ (Dienstag) . Die neue Einrichtung solle 2013 die Arbeit aufnehmen. Seit längerem wird das bestehende Kooperationsverbot von Bund und Ländern in der Bildungsfinanzierung infrage gestellt und über eine mögliche Grundgesetzänderung diskutiert.

Schavan soll den Berliner Koalitionären von CDU und SPD eine Zusage gemacht haben, dass das vom Land finanzierte Uniklinikum der Charité mit dem Max-Delbrück-Centrum (MDC) als Bundeseinrichtung eng kooperieren könne.

"Berlin bekommt damit die Chance, zum Spitzenstandort in den Lebenswissenschaften und in der klinischen Forschung zu werden“, sagte Schavan dem „Tagesspiegel“. „Deutschlands größtes Universitätsklinikum“ werde mit einem außeruniversitären „Spitzeninstitut“ verbunden. Der Unions-Fraktionsvize im Bundestag, Michael Kretschmer, sagte der Nachrichtenagentur dpa am Montagabend, er unterstütze ein solches Modell.

Schon seit längerer Zeit will Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) das zu 90 Prozent vom Bund finanzierte MDC mit dem Forschungsbereich der Charité Universitätsmedizin verschmelzen. Es soll gleichsam zu einem deutschen Harvard der Medizinforschung werden.