Mieten

Wohnen in Berlin wird immer teurer

Eine neue Immobilienstudie zeigt: Gegenüber 2009 stiegen die durchschnittlichen Mieten um 7,9 Prozent. Am teuersten sind die Wohnungen in Charlottenburg-Wilmersdorf mit 9,25 Euro pro Quadratmeter.

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Preisanstieg auf dem Berliner Immobilienmarkt: In bevorzugten Wohnlagen erhöhte sich die durchschnittliche Nettokaltmiete im Vergleich zum Vorjahr von 7,25 auf 7,60 Euro pro Quadratmeter. In Berliner Standardwohnlagen stieg die Nettokaltmiete von 6,00 auf 6,20 Euro je Quadratmeter. Das geht aus dem Immobilienpreisservice 2011/2012 hervor, den der Immobilienverband Berlin-Brandenburg am Mittwoch vorstellte.

Bei Eigentumswohnungen lag der Kaufpreis in beliebten Lagen im Oktober 2011 bei 1700 Euro je Quadratmeter. Das sind 75 Euro mehr als im Vorjahr. In Standardwohnlagen kostete der Quadratmeter 1300 Euro.

Der Vorstandsvorsitzende des IVD Berlin-Brandenburg, Dirk Wohltorf, sagte, der Berliner Immobilienmarkt befinde sich trotz des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds weiterhin auf Wachstumskurs. Die Studie zeige zugleich, dass von einer „Explosion der Immobilienpreise“ nicht die Rede sein könne. Berlin befinde sich im bundesweiten Vergleich weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Steigende Mieten waren eines der Hauptthemen im Wahlkampf zum Abgeordnetenhaus. Im Vergleich zum Mietspiegel 2009 erhöhten sich die erfassten Mieten bis 2011 um 7,9 Prozent, was einem durchschnittlichen Jahres-Anstieg von vier Prozent entspricht.

Laut IVD sind die Mieten derzeit am höchsten in Charlottenburg-Wilmersdorf, wo die Durchschnittsmiete in Vorzugslagen bei 9,25 Euro pro Quadratmeter nettokalt liegt. Es folgen Mitte mit 9,15 Euro und Steglitz-Zehlendorf mit 9,00 Euro pro Quadratmeter.

Am günstigsten sind die monatlichen Mietpreise je Quadratmeter nettokalt in Vorzugslagen in Neukölln mit 6,15 Euro und Lichtenberg 6,30 Euro. In Standardwohnlagen zahlen Mieter dort im Schnitt rund 5,50 Euro. Ähnlich günstig sind Mietwohnungen in Standardwohnlagen in Marzahn-Hellersdorf und Spandau.

Bei Eigentumswohnungen müssen Käufer ebenfalls tiefer in die Tasche greifen. Eine standardisierte Eigentumswohnung mit 90 Quadratmetern Wohnfläche kostet laut IVD im Schnitt in Standardwohnlagen 117.000 Euro, an begehrten Standorten 153.000 Euro. Dies entspricht den Angaben zufolge einem Preisanstieg von etwa zehn beziehungsweise fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.