Berlins Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) hat am Freitag den Ostteil des Parks am Gleisdreieck im Stadtteil Kreuzberg eröffnet. Der Park auf einem ehemaligen Güterbahnhof sei „eine willkommene Oase mitten in der Großstadt“, sagte Junge-Reyer. „Hier kann man Energie tanken, eine Runde joggen oder entspannen.“ Der Besucher finde einen „Park der zwei Geschwindigkeiten“: Es gibt Wege sowohl mit Asphalt für als auch mit roten Bodenbelägen. Die einen sind für Spaziergänger gedacht, die anderen für Jogger, Skater und Radfahrer.

Der Park am Gleisdreieck wird durch eine ICE-Trasse in zwei Hälften geteilt. Im Ostteil war knapp zwei Jahre lang gebaut worden. Der Westpark soll bis 2013 fertig sein. Nach Angaben der Senatsverwaltung schließt der neue Park die Nord-Süd-Grünverbindung, die vom Regierungsviertel mit dem Spreebogenpark über die Parks am Potsdamer Platz bis zum Gleisdreieck reicht.

Im Park finden sich eine Hügellandschaft mit Mulden zum Plantschen für Kinder, Spielplätze, interkulturelle Gärten und ein Platz mit einer kleinen Tribüne. Die Tiere und Pflanzen in einem über 50 Jahre gewachsenen Wäldchen werden durch einen Zaun geschützt. Betreten können die Besucher hingegen Vegetationsinseln aus Sträuchern, Rosen und Wildpflanzen. Für das Projekt standen 13 Millionen zur Verfügung.

Die Grünen kritisierten die großen Rasenflächen im Park. „Es ist bedauerlich, dass von der ursprünglich wilden Vegetation auf dem Gelände so wenig erhalten geblieben ist“, sagte Antje Kabek, Fraktionssprecherin in Friedrichshain-Kreuzberg. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte die Parkgestaltung als ökologisch verfehlt kritisiert. Nahezu die gesamte Vegetation sei abgeholzt worden.