Auf dem Grenzstreifen

Ein neuer Park lockt am Nordbahnhof

Kinder springen auf kleinen Trampolinen und erobern den Kletterhügel aus Spritzbeton im neuen Park am Nordbahnhof in Mitte. Seit Mittwoch steht die 5,5 Hektar große Grünfläche an Julie-Wolfthorn-Straße und Gartenstraße offen.

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Gegenüber der Mauergedenkstätte Bernauer Straße hat Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) den „Park am Nordbahnhof" eröffnet. Neben Speilplätzen und Grünanlagen zur Entspannung erinnert ein Mauerweg an die ehemalige Grenze, die durch den heutigen Park verlief.

Video: TVB
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Die Fläche war bis 1961 Bahngelände, dann Grenzgebiet mit Todesstreifen und nach dem Mauerfall eine Brache, auf der Bauschutt abgeladen wurde. In den vergangenen 20 Jahren haben sich Gräser, Sträucher und Bäume breitgemacht. Die Planer des neuen Parks ließen Urwüchsiges stehen, stellten Bänke auf und legten Betonwege an. Sie führen an verrosteten Gleisen vorbei und an der Hinterlandmauer. Es gibt schattige Plätze unter Bäumen und große Wiesen für Sonnenhungrige. Nahe der Gartenstraße sind Teile unterirdischer Mauern freigelegt.Markant sind die großen Kuben aus Natursteinen. Sie bieten Insekten, Spinnen und kleinen Säugetieren Unterschlupf.

Der Park hat etwa 1,6 Millionen Euro gekostet. Mehr als die Hälfte bezahlte die Deutsche Bahn. Das Geld stammt aus anderen Bauvorhaben und soll den Eingriff in die Natur ausgleichen. Die Stahltore zum Park am Nordbahnhof sind im Sommer von 6.30 bis 22 Uhr offen, im Winter von 7.30 bis 19 Uhr.