360-Grad-Bild für Berlin

Asisi zeigt Probedruck des Pergamon-Panoramas

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Foto: obs / obs/DPA

Der Künstler Yadegar Asisi hat in Dresden sein 250 Meter großes Panorama-Bild der antiken Stadt Pergamon vorgestellt. Ab September wird das komplette 360-Grad-Bild in Berlin zu sehen sein.

Der Architekt und Künstler Yadegar Asisi hat am Montag in Dresden einen ersten 250 Quadratmeter großen Probedruck seines Pergamon-Panoramas vorgestellt. Die Staatlichen Museen zu Berlin wollen das monumentale 360-Grad-Panorama der antiken Stadt ab 30. September ein Jahr lang in ihrer Antikensammlung präsentieren. Mit dem neuen Panorama möchte Asisi den Gästen des Pergamon-Museums die Möglichkeit bieten, die zahlreichen Exponate der Sammlung in ihrer kulturellen und historischen Dimension besser verstehen und einordnen zu können. Das Projekt ist eines von zehn neuen Vorhaben des Panorama-Künstlers: „Ich möchte das Kunstmedium Panorama in seiner ganzen Vielfalt darstellen und erlebbar machen“.

Asisi will mit seinem Rundblick auf Pergamon die Vergangenheit erlebbar und fassbar machen. „Die komplexen Themen werden einem jeden, der sich noch nie mit der Materie der antiken Kultur auseinandergesetzt hat, erschlossen“, hofft der Künstler. Das monumentale 360-Grad-Panorama schickt den Besucher auf eine Zeitreise in das Jahr 129 nach Christus. Auf dem Burgberg von Pergamon kann er in die blühende Kultur, Architektur und in das Leben der hellenistischen Stadt eintauchen. Während der Planung des Projektes in der Türkei ließ Asisi eigens ein 30 Meter hohes Gerüst errichten, um die optimale Perspektive herzustellen.

Mit der Präsentation des Panoramas in Berlin sind für Asisi die vielfältigen Möglichkeiten dieses Kunstmediums noch lange nicht erschöpft. So plant er bereits in Dresden Panoramen zu den Themen Rom und Titanic. Außerdem schwebt ihm ein besonderer Blick auf die Berliner Mauer vor, wobei persönliche Erfahrungen über das bekannteste Bauwerk des Kalten Krieges einfließen sollen. Bei der Darstellung zu dem 1912 gesunkenen Ozeandampfer Titanic will Asisi das Thema Mensch und Naturgewalt aufgreifen: „Die Titanic ist ein Symbol für die Hybris des Menschen.“

( dpa/tj )