Winterbilanz

96.000 Schlaglöcher nerven Berlins Autofahrer

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Berlins Bezirke haben fleißig gezählt. Exakt 96.454 Schlaglöcher wurden entdeckt und aufgelistet. Besonders schlecht scheinen demnach die Straßen im Nordwesten zu sein.

Die Stoßdämpfer lassen grüßen – und die Autofahrer erinnern sich mit Schrecken an den Winter. Genau 96.454 Schlaglöcher haben die Berliner Bezirke als Folge der Kälte, des Schnees und der Nässe aus dem Dezember 2010 und den ersten beiden Monaten dieses Jahres aufgelistet. Nur das erst einmal notdürftige Flicken der fast 100.000 „Mondkrater“ auf Berlins Straßen habe rund 2,3 Millionen Euro zusätzlich verschlungen, antwortete der Senat jetzt auf eine parlamentarische Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten René Stadtkewitz.

Den einsamen Einzelrekord hält Reinickendorf mit 23.310 Schlaglöchern, die im Februar 2011 aufgerissen worden waren. Aber auch Marzahn-Hellersdorf mit etwa 13.000, Pankow mit rund 9000 und Mitte mit rund 8500 stehen hoch oben in den Tabellen. Vergleichsweise flott konnten Autofahrer durch Charlottenburg-Wilmersdorf mit nur 2800 Schlaglöchern fahren. Nur wenige Slalomkünste am Steuer wurden in Friedrichshain-Kreuzberg bei nur 738 Schlaglöchern verlangt.

Ohne zum Teil weiträumige Umleitungen ging in diesem Winter aber gar nichts. Während der Reparaturarbeiten zur Beseitigung der ärgsten Löcher waren nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mehr als 500 Straßensperrungen und Tempolimits bis auf zehn Kilometer pro Stunde nötig. Den auffälligen Rekord hält hier Treptow-Köpenick mit 254 Sperrungen vor Tempelhof-Schöneberg mit 105 zeitlich begrenzten Sperrungen.

( dpa/sei )