Die Berliner S-Bahn soll bis Ende des Jahres wieder nach Normalfahrplan fahren. „Es bleibt unser Ziel, dies bis Ende des Jahres zu realisieren“, sagte Bahnchef Rüdiger Grube der „Berliner Zeitung“ laut Vorabbericht. „Wir haben an allen drei S-Bahn-Baureihen gleichzeitig erheblich zu tun. Aber wir arbeiten hart daran, Berlinern und Brandenburgern so schnell wie möglich ein besseres Angebot zu machen.“

Grube sagte, derzeit laufe ein riesiges Austauschprogramm. „Wir wechseln unter anderem 4000 Radsätze und 3000 Fahrmotoren aus“, sagte er. 480 Mitarbeiter seien seit Ende 2008 eingestellt worden. Bereits geschlossene Werkstätten seien wieder in Betrieb. Dies alles habe die Bahn seither zusätzlich 400 Millionen Euro gekostet.

Mitte 2009 war auf Anweisung des Eisenbahnbundesamtes fast ein Drittel der Berliner S-Bahn-Züge aus dem Verkehr gezogen worden, vor allem, weil die Wartung der Züge vernachlässigt worden war. Grube sagte, die Deutsche Bahn als Mutterunternehmen der S-Bahn sei bereit, trotz der schwierigen rechtlichen Rahmenbedingungen die Beschaffung neuer S-Bahnzüge einzuleiten. Eine verbindliche Bestellung sei aber nur möglich, wenn der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg den Einsatz dieser Fahrzeuge ab 2017 garantiert. Und zwar unabhängig davon, ob die Deutsche Bahn oder ein Wettbewerber dann die S-Bahn betreibt.

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