Unfall

Mann stürzt im Schiller-Theater in Orchestergraben

Ein weihnachtlich-festlicher Abend im Schiller-Theater ist mit einem schweren Unfall zu Ende gegangen. Ein 42-jähriger Berliner stürzte von der Bühne in den mehr als drei Meter tiefen Orchestergraben und wurde scher verletzt.

Nach dem Ende einer Aufführung der Oper „Die Zauberflöte“ und einer anschließenden Führung durch das Schiller-Theater ist am 2. Weihnachtstag ein 42-jähriger Berliner von der Bühne in den mehr als drei Meter tiefen Orchestergraben gestürzt und hat sich dabei massive Verletzungen zugefügt. Der Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo sich der erste Verdacht auf einen Schädelbasisbruch zum Glück nicht bestätigte.

Der 42-Jährige hatte zunächst den Auftritt seiner elfjährigen Tochter als Statistin in der Mozart-Oper verfolgt und anschließend an der für Besucher organisierten Führung teilgenommen. Nachdem diese beendet und die Beleuchtung bereits ausgeschaltet war, wollte die Elfjährige ihrem Vater noch die Bühne zeigen. Dabei kam es offenbar aufgrund der nur spärlichen Beleuchtung und der Ortsunkenntnis des Vaters zu dem folgenschweren Unfall. Nach Polizeiangaben hätte der Mann sich auf der Bühne nicht aufhalten dürfen. Für die Polizei sei der Vorfall dennoch abgeschlossen, alles Weitere sei eine versicherungsrechtliche Frage, sagte ein Sprecher gestern. Ungeachtet dessen übermittelte das Ensemble der Staatsoper, dessen Aufführungen wegen Renovierungsarbeiten am Opernhaus Unter den Linden derzeit im Schiller-Theater stattfinden, dem Verletzten am Montag Genesungswünsche.

Einen ähnlichen Unfall hatte es bereits Ende Oktober 2010, ebenfalls nach der Aufführung einer Mozart-Oper in der Deutschen Oper an der Bismarckstraße gegeben. Etwa 15 Minuten vor dem Ende des letzten Aktes von „Don Giovanni“ hatte ein Komparse ausgerechnet in einer Friedhofsszene das Gleichgewicht verloren und war in den Orchestergraben gestürzt. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Die Vorstellung wurde daraufhin abgebrochen, das geschockte Publikum nach Hause geschickt.

( hhn )