Das Berliner Sechstagerennen ist das älteste der Welt und steht in dieser Saison ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums. Zum 100. Mal findet es statt, seit 1997 im Berliner Velodrom. Seitdem sind die Sixdays ein fester Bestandteil des Eventkalenders der Hauptstadt. „Die Veranstaltung hat enorme Bedeutung für Berlin“, meinte Reiner Schnorfeil, einer der Veranstalter des Rennens, am Mittwoch auf der Pressekonferenz zum diesjährigen Wettkampf.

Sportlich hat man sich in diesem Jahr besonders ins Zeug gelegt, um den Berlinern vom 27. Januar an möglichst viele attraktive Rennen zu bieten. So wurden überraschend die beiden Australier Leigh Howard und Cameron Meyer verpflichtet. Beide sind dreifache Weltmeister und werden sich im Oval des Berliner Velodroms mit den besten Bahnradfahrern der Welt messen. Darunter auch Doppel-Olympiasieger Robert Bartko. „Das starke Starterfeld zeigt nur, dass ein Sieg hier noch wertvoller wäre“, sagte der 34-jährige am Rande der Pressekonferenz. Der Vorjahreszweite und Gewinner von 2004 und 2009 tritt zusammen mit Robert Kluge an und gibt sich kämpferisch: „Wir peilen den Sieg an!“

Die schärfsten Konkurrenten dabei sind neben den Australiern die Vorjahresgewinner Michael Mörköv und Alex Rasmussen aus Dänemark, die ihren Titel natürlich verteidigen wollen. Doch Bartko und Kluge sind gut gerüstet. Erst vor vier Wochen gewannen die beiden zusammen das Sechstagerennen in Amsterdam. „Das Feld ist das beste, was es je gab“, ist sich Dieter Stein, der Sportlicher Leiter der Veranstaltung, sicher.

Abseits der Bahn sollen „City“, die „Hermes House Band“ und Frank Zander für Stimmung sorgen. Für den Sonntag ist anlässlich des Jubiläums eine besondere Aktion geplant. Die Offiziellen werden kostümiert wie vor 100 Jahren auftreten. Zuschauer, die ebenfalls verkleidet kommen, müssen am Sonntag keinen Eintritt zahlen

db