Frage: Nach der neuesten Umfrage kommen die Grünen etwa fünf Monate vor den Abgeordnetenhauswahlen auf 28 Prozent. Die SPD liegt aktuell bei 26 Prozent. Nach einer neuen Wählerumfrage liegen die Grünen auch in Berlin vorn. Gibt es nun Panik in der SPD?
Michael Müller: Unsere Schwerpunkte für die Wahlen am 18. September sind Wirtschaft, Arbeit und sozialer Zusammenhalt. Das sind die zentralen Themen der Stadt. Und da bleiben wir dran. Allerdings schlagen im Moment die großen bundesweit diskutierten Themen Kernkraft und Energiepolitik offensichtlich auch auf Berlin durch.
Frage: Nun wird die Diskussion losgehen, ob Klaus Wowereit Juniorpartner von Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast werden könnte...
Müller: Das ist für uns keine Diskussion, da auch in der aktuellen Umfragen bestätigt wird, dass Klaus Wowereit im direkten Vergleich 25 Prozentpunkte vor Renate Künast liegt. Das macht deutlich, dass die Berliner wollen, dass Klaus Wowereit die Nummer Eins bleibt.
Frage: Wird die SPD nun wieder mehr auf die CDU und Frank Henkel setzen?
Müller: Welche Koalitionen möglich sind, wird erst am Wahltag entschieden. Wir haben große Schnittmengen mit den Grünen und den Linken. Aber natürlich muss es auch möglich sein, in anderen Koalitionen zu arbeiten. Allerdings wäre Rot-Schwarz keine Wunschkonstellation, weil die CDU inhaltlich und personell noch nicht so weit ist, dass sie Regierungsverantwortung übernehmen kann.
dpa/toto



