Die Berliner Jobcenter haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Verfahren wegen Missbrauchs von Hartz-IV-Leistungen gestartet. Rund 31 500 Mal wurde genau nachgehakt – ein gutes Drittel häufiger als 2009 (rund 23 100 Fälle), teilte die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mit.

Der Verdacht ließ sich aber nicht immer erhärten. 7500 Verfahren endeten mit einer Geldbuße, rund 4900 Fälle mit Verwarnungen.

Im Bundesdurchschnitt stieg die Summe der Verwarnungs- und Bußgelder um knapp 30 Prozent auf 4,8 Millionen Euro. Im Schnitt lagen die Strafzahlungen bei 105,99 Euro.

Leistungsmissbrauch liegt unter anderem vor, wenn ein Hartz-IV-Empfänger Arbeitseinkommen oder Sparguthaben, die auf den Regelsatz angerechnet würden, nicht angibt.

dpa/dapd/tj