Geplante Verlängerung

A100 – Studie prognostiziert Verkehrschaos

Experten befürchten bei einer Verlängerung der Stadtautobahn A100 "extreme Wartezeiten" wegen Überlastung an den Kreuzungen rund um die Elsenbrücke.

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Die geplante Verlängerung der Stadtautobahn A100 wird nach Einschätzung von Experten rund um die Elsenbrücke zu einem Verkehrschaos führen. Das ist das Fazit einer neuen Verkehrsstudie, die das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg am Donnerstag vorstellte. Die Gutachter prognostizieren den Angaben zufolge an Kreuzungen rund um die Elsenbrücke, die Friedrichshain und Treptow verbindet, „extreme Wartezeiten“, weil diese durch das Verkehrsaufkommen überlastet sein werden.

Die A100 soll vom Dreieck Neukölln zum Treptower Park verlängert werden. Gegen das Bauvorhaben hatte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gemeinsam mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Klage beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht.

Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) sagte, der Dauerstau werde die angrenzenden Wohngebiete „mit Autos, Lärm und Abgasen verstopfen“. Die Fraktionschefin der Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg, Antje Kapek, forderte den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) auf, „endlich die Notbremse ziehen und den verkehrspolitischen Irrsinn zu stoppen“.

Die Verlängerung der A100 ist heftig umstritten, auch innerhalb der rot-roten Koalition. SPD und Linke einigten sich darauf, dass die Entscheidung über den Bau der 3,2 Kilometer langen Trasse nicht mehr in dieser Legislaturperiode fällt. Das 420 Millionen Euro teure Projekt wird vom Bund finanziert und gilt als teuerste Autobahntrasse Deutschlands.