Die Berliner Finanzämter benötigten im vergangenen Jahr durchschnittlich 45 Tage, um für Arbeitnehmer die Steuererklärung für 2009 abzuschließen. Bei den Gewerbetreibenden und Selbständigen war es noch ein Tag mehr. Das geht aus der Antwort der Senatsfinanzverwaltung auf eine Kleine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Florian Graf hervor, die Morgenpost Online vorliegt. Immerhin sind damit Berlins Finanzbeamte schneller geworden. Denn im Jahr 2009 waren noch durchschnittlich 50,5 Tage für die Steuererklärungen 2008 notwendig.

Besonders viel Zeit benötigte das Finanzamt Lichtenberg für die Bearbeitung: 69 Tage. Es folgen die Finanzämter Spandau (59) und Wilmersdorf (52). Die schnellsten Finanzbeamten sitzen hingegen in Prenzlauer Berg mit nur 32 Tagen Bearbeitungsdauer, gefolgt von Schöneberg (33), Friedrichshain-Kreuzberg und Zehlendorf (je 34 Tage).

Warum es in Lichtenberg und Wilmersdorf so lange dauerte, dafür hat die Finanzverwaltung eine Erklärung: Diese Finanzämter hätten im Kalenderjahr 2010 jeweils neue Dienstgebäude bezogen, heißt es. Dadurch sei es zu Bearbeitungsrückständen gekommen, die „nun kontinuierlich abgebaut“ würden.

Das meiste Geld bei den Einkommens- und Lohnsteuern nahm im Jahr 2010 mit rund 365 Millionen Euro das Finanzamt Reinickendorf ein, gefolgt von Charlottenburg mit rund 355 Millionen Euro und Mitte/Tiergarten mit rund 348 Millionen Euro. Die wenigsten Steuern bezahlten laut Statistik die Bürger in Marzahn-Hellersdorf mit nur rund 17 Millionen Euro.

Die höchsten Gewerbesteuereinnahmen konnte im Jahr 2010 das Finanzamt Friedrichshain-Kreuzberg verbuchen – 450 Millionen Euro. Die geringsten Wedding mit rund fünf Millionen Euro.

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