Kriminalität

Brandanschlag auf geräumtes Projekt Liebig 14

Ein Wachmann hat nach einem Brandanschlag ein größeres Feuer in dem einst besetzten Haus Liebigstraße 14 verhindert. Zum Zeitpunkt des Anschlags schliefen zwei Männer in dem geräumten Gebäude.

Unbekannte haben einen Brandanschlag auf das Anfang Februar geräumte linksalternative Wohnprojekt in der Liebigstraße 14 im Berliner Stadtteil Friedrichshain verübt. Ein Mitarbeiter eines vom Hauseigentümer beauftragen privaten Wachschutzes hörte in der Nacht zum Montag ein lautes Geräusch und bemerkte Brandgeruch, wie die Polizei mitteilte. Anschließend sah er, wie sich eine brennende Flüssigkeit unter der Hauseingangstür hindurch über den Flur ausbreitete.

Der Wachmann konnte das Feuer mit Wasser aus seiner Trinkflasche löschen, bevor es auf an dieser Stelle gelagerte Baumaterialien und einen provisorischen Wohnbereich übergreifen konnte. Dort schliefen zu dem Zeitpunkt zwei Bauarbeiter. Durch das Feuer wurde die Haustür des Gebäudes beschädigt, verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt wegen versuchter schwerer Brandstiftung.

Das linksalternative Wohnprojekt „Liebig 14“ war am 2. Februar von einem Großaufgebot der Polizei geräumt worden. Stadtweit waren 2500 Beamte im Einsatz, von denen rund 60 verletzt wurden. In der Folge kam es kam zu Ausschreitung von Gegnern der Räumung in Berlin und weiteren Städten.

Das Gebäude wird derzeit vom Eigentümer instand gesetzt und saniert. Zwar fahre die Polizei in dem Gebiet verstärkt Streife, doch seien keine Beamten dauerhaft vor Ort, sagte ein Sprecher.