Ehrung

Berliner Bezirk lehnt Ronald-Reagan-Platz ab

Die BVV von Charlottenburg-Wilmersdorf hat gegen den CDU-Vorschlag gestimmt, den Joachimstaler Platz an der Ecke Kurfürstendamm/Joachimstaler Straße nach Ronald Reagan umzubenennen.

Das Video konnte nicht gefunden werden.

Die Bezirksverordneten von Charlottenburg-Wilmersdorf haben sich gegen einen Ronald-Reagan-Platz in ihrem Bezirk entschieden. Nur 14 Politiker stimmten dafür, 33 waren dagegen.

Video: BMO
Beschreibung anzeigen

Der Joachimstaler Platz wird nicht nach Ronald Reagan benannt. Einen entsprechenden Antrag der CDU hat die Bezirksverordneten-Versammlung von Charlottenburg-Wilmersdorf am Donnerstag abgelehnt. Berlin habe Reagan mit der Ehrenbürgerschaft ausreichend geehrt, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Fréderic Verrycken. Besser solle über eine Ehrung derer debattiert werden, die in der Wendezeit auf die Straße gingen. Diese Argumentation sei „der untaugliche Versuch, die Diskussion einfach platt zu machen“, kritisierte Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU).

Die CDU wollte den Joachimstaler Platz an der Ecke Kurfürstendamm/Joachimstaler Straße nach Ronald Reagan umbenennen. „Damit soll eine würdige Ehrung des 40. US-Präsidenten aus Anlass seines 100. Geburtstages ermöglicht werden“, sagte Gröhler. Reagan wäre am 6. Februar 2011 100 jahre alt geworden.

Erinnert werden sollte an die Rede Reagans vor 24 Jahren. Der damalige US-Präsident hatte zur 750-Jahr-Feier Berlins den damaligen russischen Präsidenten Michail Gorbatschow aufgefordert, die Mauer zu öffnen und sich dem Westen anzunähern.