Während alle anderen Parteien an Zustimmung bei den Berlinern verlieren, kann die Union deutlich zulegen. Das hat der Berlin-Trend von Infratest Dimap im Auftrag der Berliner Morgenpost und der RBB-„Abendschau“ ergeben. Befragt wurden dafür zwischen dem 11. und 14. Februar 1000 wahlberechtigte Berliner am Telefon.

Im Vergleich zum letzten Berlin-Trend im Januar hat sich die SPD um einen Prozentpunkt verschlechtert. Sie liegt nun bei 28 Prozent der Stimmen. Auch die Linkspartei verliert einen Prozentpunkt. Für sie sprechen sich nun 16 Prozent der Befragten aus. Mit zusammen 44 Prozent würde Rot-Rot nach dieser Umfrage keine Mehrheit mehr im Abgeordnetenhaus hinter sich wissen.

Bündnisfähig wären dagegen die CDU und die Grünen, für die sich zusammen 46 Prozent der Befragten aussprachen. Erstmals liegen beide Parteien mit jeweils 23 Prozent gleichauf in der Wählergunst. Die Grünen verschlechtern sich mit diesem Ergebnis jedoch deutlich – sie verlieren zwei Prozentpunkte gegenüber der Umfrage von Januar.

Die CDU legt dagegen um drei Prozentpunkte auf 23 Prozent der Stimmen zu. Sie ist momentan sogar wieder stärker als bei der letzten Abgeordnetenhauswahl 2006, als sie nur 21,3 Prozent der Stimmen bekam.

Die FDP steckt weiter tief in der Krise. Sie verliert wieder einen Punkt und würde mit drei Prozent der Wählerstimmen den Einzug ins Abgeordnetenhaus deutlich verpassen. Die sonstigen Parteien kommen zusammen auf sieben Prozent und legen demnach zwei Punkte zu.

Auch in der Direktwahl verliert die SPD leicht. Könnten sich die Berliner unmittelbar für den Senatschef entscheiden, würde Klaus Wowereit im Rennen mit Renate Künast einen Punkt verlieren und 53 Prozent der Stimmen erhalten. Seine Herausforderin gewinnt dagegen wieder um zwei Punkte an Zustimmung und liegt bei 30 Prozent. Bei einer Direktwahl gegen CDU-Spitzenkandidat Frank Henkel käme Wowereit auf 62 Prozent, Henkel nur auf 24.

BMO