Die Deutsche Flugsicherung (DFS) fordert eine baldige Entscheidung über ihren neuen Flugrouten-Vorschlag. „Die Fluglärmkommission wird gebeten, sich intern abzustimmen und der DFS zeitnah eine abgestimmte Meinung zu den Abflugvarianten zukommen zu lassen“, heißt es in einer Präsentation, die am Dienstag ins Internet gestellt wurde.

Damit hatte die Flugsicherung am Montag der Kommission eine Variante unterbreitet, nach der die Jets von der künftigen BBI-Nordbahn in Schönefeld geradeaus starten und allenfalls leicht in Richtung Berlin abbiegen. Der Berliner Südwesten wäre bei Starts nicht betroffen.

Noch hat die Flugsicherung keine Routen ausgeschlossen. Dieser Vorschlag erfuhr am Montag aber besondere Aufmerksamkeit.

Für die Südbahn sieht er vor, dass Maschinen nach dem Start nach Westen um 15 Grad abdrehen. Damit sollen unabhängige Parallelstarts von beiden BBI-Pisten ermöglicht werden, die die Betreiber in Spitzenzeiten für notwendig halten.

Für Starts in Richtung Osten bringt die DFS eine scharfe Südkurve ins Gespräch, um Zeuthen von Fluglärm frei zu halten.

Das Unternehmen ist aber weiter offen für neue Routenvorschläge, wie es in der Präsentation nochmals klarstellt. Erst Ende August will es die Planungsunterlagen beim Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung einreichen, das über die Flugrouten entscheidet. Bei der nächsten Sitzung am 14. März 2011 wird die Kommission erstmals auch über die Routen für Landungen zum Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) sprechen.

dpa/sei