Wegen Drogenhandels und illegaler Einfuhr von Betäubungsmitteln muss sich seit Montag ein 27-jähriger Mann vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der Angeklagte soll von November 2009 bis Januar dieses Jahres gemeinsam mit Mittätern insgesamt 58,5 Kilo Marihuana beschafft, gestreckt und in Berlin weiterverkauft haben.
Ein geplantes Geschäft mit weiteren 20 Kilo Marihuana scheiterte. Auf dem Weg nach Dänemark, wo es abgeholt werden sollte, gerieten der Angeklagte und ein Komplize bei Neumünster in eine Verkehrskontrolle. Laut Anklage fand die Polizei 50.000 Euro Bargeld und zwei leere Koffer, die für den Transport des Rauschgifts bestimmt waren.
Der Angeklagte ist einschlägig vorbestraft und sitzt in Untersuchungshaft. Im Falle eines Geständnisses hat das Gericht ihm eine Haftstrafe bis zu fünfeinhalb Jahren in Aussicht gestellt. Im Prozess hat der 27-Jährige gestanden, den Drogenhandel mit organisiert zu haben. Nach den Worten seines Verteidigers hatte er sich zu den Fahrten überreden lassen, weil er Schulden hatte. Am nächsten Verhandlungstag will sich der 27-Jährige ausführlicher dazu äußern. Der Prozess wird am 13. Oktober fortgesetzt.
dapd/mim


