Nach einem Raubüberfall auf einen Nichtraucher muss ein 19-Jähriger zwei Wochen in den Jugendarrest und ein soziales Training ableisten.
Der Mann hatte bei dem Überfall im Februar aus Imponiergehabe seine Pistole aus dem Hosenbund gezogen, nachdem ein überfallener Fernsehredakteur keine Zigarette hatte und stattdessen Geld und sein Handy herausgeben sollte. Seine zwei Freunde (beide 20) wurden am Mittwoch im Prozess vor dem Berliner Landgericht zu einem Wochenende Arrest beziehungsweise 30 Stunden Freizeitarbeit verurteilt.
Die drei Berliner hatten Alkohol getrunken, als sie den Journalisten in der Nacht zum 6. Februar im Bezirk Pankow überfielen. Der 34-jährige Redakteur wurde nicht verletzt. Geld und Handy wurden ihm ersetzt.
„Ich weiß nicht, was mich überkam, ich wollte wohl cool sein“, hatte der 19-Jährige seine „total dumme Aktion“ vor Gericht erklärt. Ein Erwachsener hätte für den Überfall drei Jahre Haft erhalten, betonte die Jugendrichterin angesichts des schweren Delikts.
dpa/mim

