Bewährungsstrafe für Eltern

Berliner verletzt aus Eifersucht seinen Säugling

Im Streit hatte ein 30-Jähriger derart kräftig an den Beinen seines Kindes gezerrt, dass es den Armen der Mutter entglitt. Das Baby erlitt daraufhin einen Bruch des Oberschenkelknochens. Die Eltern mussten sich jetzt wegen Misshandlung vor dem Berliner Amtsgericht verantworten.

Wegen der Misshandlung ihres Babys sind junge Eltern am Dienstag von einem Berliner Amtsgericht zu jeweils sieben Monaten Haft mit Bewährung verurteilt worden. Im Streit hatte der 30-jährige Vater derart kräftig an den Beinen des kleinen Mädchens gezerrt, dass es den Armen der Mutter entglitt. Das Baby erlitt einen Bruch des Oberschenkelknochens. Trotz starker Schmerzen und Schwellungen ging das Paar mehrere Tage nicht mit dem Kind zum Arzt. Eigenen Angaben nach befürchteten die Eltern, dass das Jugendamt ihnen das Kind entzieht.

Die Angeklagten gestanden die Misshandlung und erklärten am Dienstag, es tue ihnen sehr leid. Der 30-jährige Vater war nach der Darstellung der Gerichts eifersüchtig, dass seine Partnerin besser mit dem Mädchen umgehen konnte. Deshalb zerrte er mit großer Kraft am Bein des Babys. Das Gericht sprach von einer Kurzschlussreaktion. Die Eltern leben jetzt mit dem Säugling in einem Familienprojekt.

( dpa/nbo )