Der 27 Jahre alte Kinderkrankenpfleger, der auf der Intensivstation des Helios-Klinikums Berlin-Buch Kinder zum Teil schwer missbraucht haben soll, hat nach Informationen von Morgenpost Online Haftverschonung bekommen. Demnach hätten Ärzte nach einer Überprüfung des Gesundheitszustandes des Beschuldigten diesen Schritt aus „medizinischen Gründen“ angeordnet. Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, bestätigte den Vorgang auf Anfrage.

Nachdem sich der mutmaßliche Täter, der sich auch an einem betäubten Jungen auf der Intensivstation vergangen haben soll, in der U-Haft die Pulsadern aufgeschnitten und sich schwere Verletzungen am Unterleib beigebracht hatte, lag er einige Zeit im Koma. Er wird nun in einer Reha-Einrichtung in Berlin behandelt, Polizisten seien nicht zur Überwachung des Mannes abkommandiert. Er sei nicht imstande, neue Taten zu begehen.

Der 27-Jährige hatte in ersten Vernehmungen fünf Taten eingeräumt, derzeit wird überprüft, ob es weitere Fälle gibt. Bis Dienstag hatten sich bei einer eigens eingerichteten Hotline 87 besorgte Eltern gemeldet, deren Kinder auf der genannten Intensivstation behandelt worden waren. Neue konkrete Fälle hätten sich daraus nicht ergeben.