Autobahnverlängerung

Bezirk klagt gegen Ausbau der A 100

Die Verlängerung der Stadtautobahn A 100 lässt weiter auf sich warten. Innerhalb von Rot-Rot gibt es noch Gesprächsbedarf. Nun kündigt Friedrichshain-Kreuzberg an, gegen den Ausbau juristisch vorzugehen.

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg will gegen die geplante Verlängerung der Berliner Stadtautobahn von Neukölln zum Treptower Park klagen. „Wir lassen uns nicht diesen verkehrspolitischen Unsinn vor die Bezirksgrenze vorsetzen“, teilte die Fraktion des Bezirksbürgermeisters Franz Schulz (Grüne) mit. Er wolle verhindern, dass Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) vor der Abgeordnetenhauswahl in einem Jahr vollendete Tatsachen schafft.

Junge-Reyer sagte, sie rechne weiter damit dass die A 100 wie geplant ausgebaut wird. Im rot-roten Koalitionsstreit darüber sieht sie aber „noch Bedarf zu weiteren Gesprächen“. „Ich glaube, das muss man abwarten - gelassen und ruhig.“

In der vergangenen Woche hatte es Wirbel um eine angebliche Einigung der rot-roten Koalition gegeben, die gesperrten Planungsmittel für das Vorhaben wieder freizugeben - was Senat und Linkspartei umgehend dementierten. Die Linke will den auch in der SPD umstrittenen Autobahnausbau verhindern.

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