Postfuhramt

C/O Galerie kann sich nicht mit Investor einigen

Die Verhandlungen der Galerie C/O Berlin mit dem neuen Eingentümer des Postfuhramtes stocken. Ein ersten Angebot des Vermieters kann die Galerie aus finanziellen Gründen nicht annehmen.

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Erste Gespräche zwischen dem Fotoforum C/O und dem neuen israelischen Besitzer Elad Sharon Tshuva sind kurzfristig vom Investor abgesagt worden. Somit ist die Zukunft des Postfuhramtes als Ausstellungshaus weiterhin ungeklärt. Wie berichtet, hat Elad das imposante Gebäude in Mitte gekauft und C/O als Hauptmieter zum 31. März 2011 gekündigt. Inzwischen jedoch bot Elad dem Fototeam um Geschäftsführer Stephan Erfurt eine mögliche Verlängerung des Pachtvertrages bis 31.12.2011 an. Doch zu den Konditionen sei das keine realistische Option, heißt es bei C/O.

Das Angebot sieht einen Umzug innerhalb des Gebäudes bei gleichzeitiger Verkleinerung der Ausstellungsflächen vor. „Das heißt im Klartext, wir können unser geplantes Programm in dem Umfang nicht weiterführen“, sagte Mirko Nowak von C/O. Von den Ausstellungen aber sind die Einnahmen des privat geführten Projektes abhängig. Zudem kann auch der Haupteingang nicht mehr genutzt werden, am Nebeneingang Tucholskystraße aber wird gebaut – kaum eine gute Eingangssituation für eine Institution, die auf touristische „Laufkundschaft“ angewiesen ist.

C/O Berlin hat all diese Möglichkeit nun geprüft. Die Kosten inklusive Erlösausfall während der Umbauphase belaufen sich auf 600.000 Euro. „Da macht es wenig Sinn, das Unternehmen weiterzuführen“, findet Nowak. „Wir brauchen eine verlässliche Planung, unser Ziel ist es, gute Fotoausstellungen zu zeigen“. Bis 24. September, zur Peter Lindbergh-Schau, sollen die Fakten auf dem Tisch liegen.