Nach Notlandung

Senatorin lässt Regeln für Rundflüge überarbeiten

Rundflüge über Berlin werden künftig vielleicht nach neuen Regeln stattfinden. Nach der Notlandung auf dem Tempelhofer Feld, will die Verkehrssenatorin nun die Vorgaben überarbeiten.

Nachdem am Wochenende ein Sportflugzeug wegen eines Motorschadens auf dem zum Freizeitgelände umfunktionierten ehemaligen Flughafen Tempelhof notlanden musste, kündigte Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) an, dass die Regeln, nach denen Stadtrundflüge derzeit genehmigt würden, noch einmal überarbeitet werden sollen. „Ich stelle die Stadtrundflüge nicht grundsätzlich in Frage“, sagte die Senatorin. „Jedoch, ob die Flieger tatsächlich so tief über der Stadt kurven müssen“.

Der Aufforderung der CDU, dem notgelandeten Kleinflugzeug nach der derzeit laufenden technischen Überprüfung eine Starterlaubnis zu gewähren, damit der Pilot zurück nach Tegel fliegen kann, lehnte sie ab. „Tempelhof ist kein Flughafen mehr, sondern ein Volkspark. Wir können froh sein, dass bei der Notlandung Parkbesucher nicht zu Schaden gekommen sind“, sagte sie. Abgesehen davon sei die technische Untersuchung, die von der beim Luftfahrtbundesamt in Braunschweig angesiedelten Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung vorgenommen werde, noch nicht abgeschlossen. Einen Termin für den Abtransport der Socata TB 10 Tobago gibt es mithin noch nicht.

Die Maschine war am Sonnabend vom Flughafen Tegel aus mit drei Passagieren zu einem Rundflug gestartet. Gegen 18.30 Uhr musste Pilot Manuel R. dann notlanden. Im Park waren viel Menschen, doch es wurde niemand verletzt.