Kaufkraft

Wo die armen und die reichen Berliner wohnen

Wer sich was in Berlin leisten kann, das ist in den zwölf Bezirken ganz unterschiedlich. So hat nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung ein Durchschnittseinwohner des ärmsten Stadtteils im Jahr fast 6300 Euro weniger zur freien Verfügung als einer im reichsten.

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Die reichsten Berliner wohnen in Dahlem, die ärmsten in Kreuzberg an der Grenze zu Mitte. Das ergeben neue Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die Morgenpost Online vorliegen. Die Statistiker untersuchten die Kaufkraft nach Postleitzahlenbezirken. Am höchsten ist sie demnach in Dahlem sowie Frohnau und Hermsdorf. In den beiden reichsten Gebieten hat jeder Einwohner mehr als 25.000 Euro jährlich zur freien Verfügung. Am niedrigsten ist die Kaufkraft in Kreuzberg an der Grenze zu Mitte. Hier sind es nur etwas mehr als 13.000 Euro.

Unter Kaufkraft verstehen Wirtschaftsexperten das Einkommen, das ein Verbraucher für Konsum ausgeben kann. Abgezogen sind bereits alle Fixkosten wie Miete, Kreditraten und Versicherungsprämien.

Insgesamt sind Mitte, Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg die Bezirke mit dem kleinsten Vermögen. Fünf der zehn ärmsten Postleitzahlgebiete liegen in Kreuzberg. Jeder Einwohner dort kann 2010 nur 14.543 Euro ausgeben. In Lichtenberg beträgt die Kaufkraft im Schnitt 15.166 Euro, in Mitte sind es 15.340 Euro. Dagegen stehen 2010 im reichsten Bezirk Steglitz-Zehlendorf stolze 20.830 Euro pro Kopf für den Konsum zur Verfügung.