Ein 32-jähriger Berliner, der eine 27-jährige Frau mit Messerstichen ins Herz umgebracht und im Keller versteckt hatte, muss zehn Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht verurteilte den Mann wegen Totschlags. Einen Mord konnten die Staatsanwälte ihm nicht nachweisen.

Laut dem Gericht kam es im Juni 2009 zu einem Streit in der Wohnung des Mannes in einem Plattenbau in Berlin-Hohenschönhausen. Es ging dabei entweder um Geld oder einen zurückgewiesenen Annäherungsversuch des Täters. Er soll die Pflegehelferin gewürgt und dann zugestochen haben. Beide waren zum Tatzeitpunkt alkoholisiert.

Weiter hieß es, der Mann habe erfolglos versucht, die Leiche der Frau zu zerstückeln. Deshalb versteckte er den Körper in einem Kellerschacht des elfstöckigen Hauses. Zehn Tage später fand der Hausmeister die Leiche.

Der Angeklagte schwieg vor Gericht. Er wurde durch sein Geständnis vor der Polizei und Spuren am Tatort überführt. Sein Opfer und er hatten sich kaum gekannt.

Die Frau hatte sich nach einer von Drogen und Gewalt geprägten Beziehung einen Platz in einem Frauenhaus gesichert. Sie starb nur Tage vor dem geplanten Umzug. Ihre Mutter erlitt nach der Urteilsverkündung einen Zusammenbruch.

dpa/jw