Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin und sein ehemaliger Hauptsponsor ISP haben ihren Rechtsstreit am Mittwoch erstmals vor Gericht ausgetragen, allerdings noch nicht in der Hauptsache. Bei der Verhandlung vor dem Berliner Landgericht ging es um die Summe, die ISP als Prozesskostensicherheit hinterlegen soll.

Wie das Landgericht anschließend mitteilte, muss der Ex-Sponsor knapp 186.000 Euro aufbringen. Das Gericht kam damit nahezu der Forderung des 1. FC Union nach. ISP-Anwalt Simon Bergmann, der auch Eisschnellläuferin Claudia Pechstein vertritt, hatte nur einen geringen Teil dieser Summe angeboten. Das Hauptverfahren wurde für den 6. Januar angesetzt. Der Zweitliga-Aufsteiger will klären lassen, ob er nach der schnellen Trennung von ISP Aktien des ehemaligen Geldgebers verwerten kann. Das Unternehmen hat sich bisher mit einer Einstweiligen Verfügung dagegen gewehrt. Insgesamt soll ISP bei Vertragsabschluss 2,5 Millionen Euro an Sicherheiten hinterlegt haben.

Nachdem die hauptamtliche Stasi-Tätigkeit des Aufsichtsrats-Vorsitzenden Jürgen Czilinsky bekannt wurde, hatte Union dem Sponsor gekündigt. Zudem soll die Firma während der Vertragslaufzeit anstatt der fälligen 350.000 Euro nur 100.000 Euro überwiesen haben. In einem Fünfjahresvertrag war die Zahlung von insgesamt zehn Millionen Euro vorgesehen.

dpa/hed