Rund 2500 Berliner haben sich an einer dreitägigen Schneemann-Bauaktion als Zeichen gegen den Klimawandel beteiligt. Auf dem Berliner Schlossplatz entstanden so bis Sonntag etwa 750 Schneemänner, wie der Veranstalter zählte. Die Aktion wurde von dem Künstler Ralf Schmerberg und dem Energieversorger Entega initiiert.

Die Berliner bauten nicht nur einfache Schneemänner, sondern drückten diesen auch Protestschilder in die Hand. „Rettet mich“ und „War schön mit Euch Menschen“, stand darauf.

Als Ehrengast war Angaangaq Angakkorsuaq, Ältester der Grönland-Inuit und Umweltbotschafter der Vereinten Nationen, auf dem Schneefeld unterwegs, um Besucher über den Klimawandel und die Auswirkungen auf seine Heimat zu informieren. Er hatte am Sonnabend auch zu einer schamanischen Zeremonie eingeladen. Diskussionen in der temporären Kunsthalle und Musik rundeten die Aktion ab.

Die Veranstalter waren am Sonntag vollauf zufrieden. „Mit der Schneemann-Demo ist es uns gelungen, mit den Berlinern in den Dialog zu treten und auf ungewöhnliche und kreative Weise Denkanstöße für den Klimaschutz zu geben“, sagte Holger Mayer, für Entega verantwortlicher Vorstand der Heag Südhessische Energie AG (HSE).

dpa/sh