Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat am Donnerstag die nach Betreiberangaben größte Solaranlage der Stadt eröffnet. Das auf der Max-Schmeling-Halle in Prenzlauer Berg installierte Kollektorfeld wird von der Berliner Energieagentur (BEA) betrieben.

Die 1800 Quadratmeter große Anlage auf der Schmeling-Halle soll im Durchschnitt pro Jahr 220 Megawatt Strom produzieren, wie BEA-Chef Michael Geißler sagte. Jährlich würden so 220 Tonnen Kohlendioxid vermieden. Die BEA gehört jeweils zu 25 Prozent dem Land, der KfW-Bankengruppe, dem Versorger Gasag und der Vattenfall Wärme AG.

Wowereit warnte bei der Einweihung der Solaranlage vor den Kürzungs-Plänen der Bundesregierung. Klimaschutz dürfe jetzt nicht politisch abgewürgt werden, sagte er. Das sei „ein schlechtes Zeichen“ für die Anstrengungen zur Senkung des CO2-Ausstoßes. Investitionen in den Klimaschutz würden auch Arbeitsplätze schaffen.

Zusätzliche Kritik kam von Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke). Die drastische Einschränkung der Solarstromförderung um bis zu 17 Prozent sei unter wirtschafts- und umweltpolitischen Gesichtspunkten „Gift für die Volkswirtschaft“, vor allem für den Mittelstand, das Handwerk und die junge Branche der Photovoltaik-Industrie als eine der Erfolgsbranchen in den neuen Bundesländern.