Das Myfest am 1. Mai findet statt. Eine Selbstverständlichkeit war dies lange nicht, denn im vergangenen Jahr lief das weit über die Grenzen Berlins bekannte Bürgerfest fast aus dem Ruder.
Schon um 14 Uhr mussten wegen des enormen Andrangs die Eingänge geschlossen werden. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) spielte danach sogar mit dem Gedanken, das Myfest 2016 ganz abzusagen.
So weit kam es zum Glück nicht. Das Myfest wird diesmal allerdings nicht als Veranstaltung, sondern als Kundgebung deklariert und ist bei der Versammlungsbehörde angemeldet. Demnach gelten auch strengere Regeln, wie Polizeipräsident Klaus Kandt bei der Pressekonferenz am Mittwoch ankündigte. Die Zahl der Bühnen wird beispielsweise von 18 im Vorjahr auf nur noch acht reduziert.
Trotzdem rechnet die Polizei wie im Vorjahr mit bis zu 40.000 Besuchern. Der Alkoholverkauf wird nur eingeschränkt zugelassen. Anwohner dürfen vor ihren Häusern keine Stände mehr aufbauen, an denen Alkohol ausgeschenkt wird. Dies bleibt den Kneipen vorbehalten.
So verlief der 1. Mai 2015
So verlief der 1. Mai in Berlin
Diese acht Bühnen wird es geben:
World Stage Bullenwinkel: Hier geht es schon um 10 Uhr los. Es gibt Liveacts wie Transit FM mit einer Mischung aus Funk, Rock und HipHop (17 Uhr) sowie Punk von DJ PogoDina (20.30 Uhr). Um 22 Uhr ist wie auf allen Bühnen offiziell Zapfenstreich.
36 Kingz HipHop am Oranienplatz: Der Name ist Programm. Ab 12 Uhr performen hier zum Beispiel Prinz Porno, Drob Dynamic und Gitta Spitta.
ImPort & ExPort: Am Heinrichplatz gibt es ab 11.30 Uhr nicht nur Musik, sondern auch politische Beiträge zum Thema Migration und Flüchtlinge. Musikalisch geht es kosmopolitisch zu - mit einer Spannbreite, die vom Sudan über Mexiko bis nach Zypern reicht.
Real Rock HiFi & Yaam: Ab 11 Uhr treten in der Waldemarstraße Künstler wie Sammy Dread und Danny Wonder sowie Überraschungsgäste auf.
MyCepki Day - Hand in Hand gegen Krieg am Feuerwehrbrunnen: Hier gibt es von 12 bis 22 politische Redebeiträge.
Maifest der Linken: Höhepunkt auf der Bühne am Mariannenplatz dürfte der Auftritt von Gregor Gysi (16.15 Uhr) sein. Dazu gibt es Gespräche mit Flüchtlingshelfern und ab 18.30 Uhr Musik von der Band PartyTour.
Berlin lacht!: Am Rondell Mariannenplatz ist ab 12 Uhr Kleinkunst und Straßentheater angesagt. Dazu gibt es politische Redebeiträge.
Core Tex Stage: In der Oranienstraße 3-4 kommen Freunde härterer Klänge auf ihre Kosten. Geboten werden Hardcore, Punk und Rock von Bands wie Ghetto Justice, Thinner, Off the Hook und The Dorks.
BM





























