Vier Wochen vor dem 1. Mai hat in Berlin die Mobilisierung für die große linksradikale Demonstration am Abend des Feiertags begonnen. „Die Demonstration wird in den Stadtteilen Kreuzberg und Neukölln verlaufen“, heißt es auf der Internetseite der Veranstalter. Die Polizei wollte konkrete Anmeldungen zu Demonstrationen am 1. Mai und den verschiedenen geplanten Strecken noch nicht bestätigen.
Neben der traditionellen sogenannten revolutionären 1. Mai-Demonstration um 18 Uhr ziehen alljährlich weitere linke und meist auch ein rechtsextremer Aufmarsch durch die Straßen. Im Vergleich zu früheren Jahren hält sich die linksautonome Szene diesmal mit martialischen Aufrufen im Vorfeld des 1. Mai bisher zurück.
Im vergangenen Jahr waren 20.000 Menschen bei der abendlichen Demonstration durch Kreuzberg mitgelaufen, viel mehr als erwartet. Vereinzelt flogen Flaschen und Steine, einige Randalierer wurden festgenommen. Danach kam es zu Tumulten zwischen Demonstranten und der Polizei in der U-Bahn-Station Hallesches Tor. Insgesamt waren der Abend und die Nacht aber viel ruhiger als in früheren Jahren, als es manchmal stundenlange Krawalle gab.
dpa/bee





