Wenige Wochen nach der Präsentation des iPhone 5 hat Apple gleich mit zwei Neuerungen in der Tablet-Sparte nachgelegt. Der Elektronikkonzern präsentierte am Dienstag kalifornischen San José das mit Spannung erwartete iPad Mini sowie ein weiteres, größeres iPad der vierten Generation. Das handliche iPad ist kleiner, leichter und leistungsfähiger als die alte Version, die erst vor einem guten halben Jahr auf den Markt kam. „Sie können es in einer Hand halten“, sagte Marketing-Vize-Chef Philip Schiller. Zuvor präsentierte der Konzern eine neue Versionen des iMacs.

„Es ist nicht nur ein geschrumpftes iPad, es ist ein komplett neues Design“, sagte Schiller. Schlanke 7,2 Millimeter misst das neue kleinere iPad, gerade so viel wie ein Bleistift. Mit rund 300 Gramm haben die Entwickler etwa die Hälfte des ursprünglichen Gewichts eingespart und bei einer Bildschirmdiagonale von rund 20 Zentimetern ist das neue Gerät auf etwa zwei Drittel der Größe des Vorgängermodels geschrumpft. Die Konkurrenzmodelle von Google und Amazon sind nur geringfügig kleiner. Schiller sagte, die gesamte Softwarepalette des großen iPads funktioniere auch auf dem Mini.

Hundertmillionstes iPad verkauft

Schiller sagte, das iPad Mini solle für 329 Dollar (etwa 250 Euro) in den Verkauf gehen. Erste Bestellungen können demnach ab kommenden Freitag aufgegeben werden, im Handel soll das neue Aushängeschild der Apple-Tablet-Sparte ab 2. November erhältlich sein. Zum Vergleich: Das iPad 2 von 2011 kostet derzeit in den USA 399 Dollar (rund 300 Euro).

Zugleich präsentierte Schiller ein neues iPad der vierten Generation in normaler Größe. Ausgestattet mit einem neuen Chip vom Typ A6X hat es zwei Mal so viel Leistung wie das iPad 3 und verfügt zudem unter anderem über eine schnellere WLAN-Verbindung und zehn Stunden Akku-Laufzeit.

Apple-Chef Tim Cook sagte voller Stolz, vor zwei Wochen sei das hundertmillionste iPad verkauft worden. Apple beherrscht nach Angaben von IHD iSuppli den Markt für Tablet-Computer zu etwa 70 Prozent.

Schlanker und leistungsfähiger fällt überdies auch die neue Version des iMacs aus. „Das ist der schönste Mac, den wir jemals gemacht haben“, sagte Schiller bei der Präsentation. Der iMac sehe aus wie ein extrem dünner Monitor, „doch darin ist ein ganzer Computer“. Das Gerät soll im November auf den Markt kommen und kostet je nach Größe zwischen 1.299 Dollar (rund tausend Euro) und 1.799 Dollar (knapp 1.400 Euro).

Reuters/dapd/nbo