Hormonell aktive Substanzen könnten zum weltweiten Artensterben von Amphibien beitragen. Darauf weist das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hin. Einige Stoffe aus Medikamenten kämen in „biologisch relevanten“ Konzentrationen in Gewässern vor, sodass sie das Hormonsystem der Tiere beeinflussen. Forscher vom IGB und der Universität Wroclaw verglichen bei drei Amphibienarten die Wirkungen des Antibabypillen-Östrogens Ethinylestradiol (EE2) auf die Geschlechtsentwicklung. Die Studie zeigte, dass EE2 zur Verweiblichung genetischer Männchen führen kann.