09.01.13

Astronomie

Asteroid fliegt knapp an der Erde vorbei

Asteroid Apophis ist mit etwas Glück mit einem Fernglas sichtbar. Am 15. Februar kommt dann ein weiterer Himmelskörper der Erde sehr nahe.

Kaum ist der für Ende Dezember vorhergesagte angebliche Maya-Weltuntergang überstanden, droht der Erde bereits neues Ungemach – doch diesmal von einem Asteroiden.

Die Gesteinsbrocken gelten als Überbleibsel der Entstehung unseres Sonnensystems vor rund 4,5 Milliarden Jahren. Kosmische Geschosse mit einem Durchmesser bis zu 50 Metern verglühen je nach ihrer Zusammensetzung in der Regel in der Erdatmosphäre.

Die vergleichsweise seltenen großen Asteroiden mit Durchmessern von einem Kilometer oder mehr können unserem Heimatplaneten dagegen sehr gefährlich werden.

Asteroid kreuzt Umlaufbahn von Satelliten

Der Asteroid 2012 DA14, dessen Durchmesser auf 57 Meter geschätzt wird, passiert die Erde am 15. Februar in einer Entfernung von 34.500 Kilometern, das heißt, er kreuzt die Umlaufbahn geostationärer Satelliten.

"Selbst Amateur-Astronomen können den Asteroiden beobachten, vielleicht sogar mit einfachen Ferngläsern", sagt der Leiter desObervatoriums Armagh in Nordirland, Mark Bailey.

Spektakuläres gibt es allerdings schon in dieser Woche zu bestaunen: Am Mittwoch rast der 2004 entdeckte Asteroid 99942 Apophis mit einem Durchmesser von etwa 270 Metern in einer Entfernung von circa 14,5 Millionen Kilometern an der Erde vorbei.

Sprengkraft von 25.000 Hiroshima-Atombomben

Der Asteroid ist nach dem altägyptischen Gott Apophis, der Verkörperung von Auflösung, Finsternis und Chaos benannt. Er hat eine Masse von 27 Millionen Tonnen und – sollte er jemals mit der Erde kollidieren – eine Sprengkraft von 25.000 Hiroshima-Atombomben.

Zeitweise befürchteten die Wissenschaftler, Apophis könnte bereits im Jahr 2029 mit der Erde zusammenstoßen. Weitergehende Untersuchungen schlossen eine Kollision zu diesem Zeitpunkt aber aus.

Kollisionsrisiko liegt bei 1:250.000

Allerdings wird der Asteroid am Freitag, dem 13. April 2029, voraussichtlich in nur gut 22.000 Kilometern Entfernung an der Erde vorbeifliegen. Und am 13. April 2036 besteht nach Angaben derUS-Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa ein Risiko von weniger als 1:250.000 für einen Zusammenstoß. Jedenfalls werden die Nasa-Radare am Mittwoch auf Apophis gerichtet sein.

Während Asteroiden größtenteils aus Gestein und Metallen zusammengesetzt sind, bestehen Kometen überwiegend aus Staub, Steinen, Eisen-Nickel-Verbindungen, Eis und gefrorenen Gasen. Auch diese Materiebrocken bildeten sich in grauer Vorzeit zu Beginn der Entstehung des Sonnensystems.

Für Kometen – einem Aberglauben zufolge Heilsbringer – könnte 2013 ein großes Jahr werden. Wenn sich die Himmelskörper der Sonne nähern, ist die Hitze derart, dass sie den charakteristischen Schweif ausbilden.

Der Komet L4 (PANSTARRS) soll die Erde Anfang März passieren und seinen leuchtendsten Punkt zwischen dem 8. und 12. März erreichen. Spannender dürfte allerdings der Komet Ison sein. Er soll so hell sein, dass er ab Ende November für einige Monate mit bloßem Auge erblickt werden könnte – ein Jahrhundertereignis.

Quelle: AFP/mim
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