Graue Herren in grauen Anzügen treffen wichtige Entscheidungen – so könnte man die Bilder interpretieren, die Anfang vergangener Woche von Washington in die Welt geschickt wurden. US-Präsident Donald Trump war darauf zu sehen, wie er seine ersten Dekrete unterzeichnete. Auffällig: Auf einigen Fotos standen ausschließlich Männer hinter ihm. Ist für Frauen in Entscheiderpositionen also kaum ein Platz?
Den Eindruck kann man bekommen, doch einfach so stehen lassen, will ihn eine Regierung nicht: Die schwedische Umweltministerin wehrte sich am Freitag gegen ihn – auf subtile Weise.
Schweden kontert mit Frauenriege
Umweltministerin und Vize-Premierministerin Isabella Lövin unterschrieb ein neues Gesetz zum Klimaschutz. Festgehalten wurde das Ganze ebenfalls auf einem Foto, das dem von Donald Trump ähnlich sah – mit einem entscheidenden Unterschied. Lövin hatte hinter sich ausschließlich Frauen platziert.
Just signed referral of Swedish #climate law, binding all future governments to net zero emissions by 2045. For a safer and better future. pic.twitter.com/OqOO2y8BU6
— Isabella Lövin (@IsabellaLovin) 3. Februar 2017
Wie die Ministerin auf Twitter schreibt, verpflichtet sich Schweden mit dem neuen Gesetz, bis 2045 kein CO2 mehr auszustoßen. Trump hingegen ordnete mit seinen Dekreten unter anderem den Ausstieg der USA aus dem Handelsabkommen TPP an, den Bau einer Mauer zu Mexiko und er untersagte staatliche Finanzhilfen für internationale Organisationen, die über Abtreibungen beraten. Gerade bei letztem Thema darf die Herrenriege im Hintergrund wohl als unglücklich gelten.
This group just made it more difficult for women to get access to health care worldwide. You tell me what's wrong with this picture. pic.twitter.com/8UQFWg8qO3
— Kamala Harris (@KamalaHarris) 23. Januar 2017
(cho)


