Ein aggressiver Uhu versetzt die Einwohner einer niederländischen Kleinstadt in Angst und Schrecken: Seit einigen Wochen greift der rund 75 Zentimeter große Vogel in und um Purmerend Menschen an. Purmerend liegt nur rund 20 Kilometer nördlich von Amsterdam.

Der Uhu stürzt sich auf seine menschliche Beute, gräbt seine Krallen in sie und versucht, Fleisch aus ihnen zu reißen. Am stärksten betroffen ist ein Behindertenwohnheim.

Rund 20 Menschen wurden bereits von dem „Terror-Uhu“ angegriffen. Das sagte eine Sprecherin des Wohnheims. Die Wunden einiger Opfer hätten genäht werden müssen.

Eines der Opfer sagte einem niederländischen Sender, es sei eine schmerzvolle Erfahrung gewesen. Es habe sich so angefühlt, als ob ein mit Nägeln gespickter Ziegelstein auf den Kopf geworfen worden sei.

Bevölkerung soll sich mit Schirmen schützen - vor allem abends

Die Behörden der Stadt Purmerend warnten ihre Einwohner bereits, sich fern von dem Vogel zu halten. Wenn sie am Abend – der Zeit, in der der Uhu am aktivsten sei – unterwegs seien, sollten sie zum Schutz Schirme mitnehmen.

Die Stadt stellte eine Erlaubnis aus, den Vogel einzufangen, der zu einer geschützten Art gehört. Experten vermuten, dass der Uhu in Gefangenschaft aufwuchs: Ein solch aggressives Verhalten sei für wilde Uhus ungewöhnlich. Zudem sei diese Art für gewöhnlich auch nicht in der Gegend anzutreffen.

AP, tal