16.11.12

South Carolina

Alligator fühlt sich in Google-Serverzentrum heimisch

In einem Regenwasser-Kühlsystem des Google-Konzerns planscht ein Alligator. Das Tier wurde durch Fische angelockt, die in dem Becken leben.

Foto: AFP

Die Aussicht auf Futter lockte einen ähnlichen Alligator wie diesen in das Regenwasserbecken von Google
Die Aussicht auf Futter lockte einen ähnlichen Alligator wie diesen in das Regenwasserbecken von Google

Das Kühlbecken eines Google-Serverzentrums hat ein Mississippi-Alligator zu seinem neuen Zuhause auserkoren. Das Rechenzentrum von Google experimentiert in seinem Serverzentrum im US-Bundesstaat South Carolina mit der Kühlung durch ein Regenwasserbecken. Angelockt wurde das Reptil offenbar durch Fische, die im Becken ausgesetzt worden waren, um den Algenwuchs einzudämmen.

Alligator ist im Augenblick 1,22 Meter lang

Googles Senior Director of Data Center Construction and Operations, Joe Kava, hatte die Medien über den ungewöhnlichen Bewohner verständigt.

Der ungebetene Gast ist derzeit rund vier Fuß lang, was ungefähr 1,22 Meter entspricht. Die Regierung hat sich bereits zu der Situation geäußert. Demnach muss der Alligator aus dem Becken entfernt werden, sobald er 1,80 Meter überschreitet. Mississippi-Alligatoren können bis zu sechs Meter lang werden.

Regenwasserbecken soll weiter verwendet werden

Das betroffene Rechenzentrum sei das einzige von Google, in dem man mit Regenwasserbecken zur Kühlung der Server experimentiere. Wenn es funktioniert, wolle man bei Google auch anderswo auf die vergleichsweise umweltschonende Kühlmethode setzen, sagte Kava. Die riesigen Server-Zentren des Unternehmens produzieren viel Wärme. Damit die Server nicht zu stark überhitzen, wurde das Auffangbecken gebaut, das gleichzeitig die hohen Energiekosten senken sollte. Google hat anderorts bereits mit verschiedenen anderen Verfahren experimentiert: Eiskaltes Wasser aus der Ostsee, Thermalbatterien sowie Toilettenwasser aus Georgia wurden von dem Unternehmen bereits getestet.

Neben dem schon bestehenden Gebäudekomplex in South Carolina wird gegen Ende des Jahres ein zweites Rechenzentrum entstehen. Dieses soll, wie auch das erste, 600 Millionen US-Dollar kosten. Sobald die Bauarbeiten beginnen, zieht der Alligator aufgrund des Baulärms vielleicht freiwillig weiter.

Quelle: pas
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