07.02.13

Kurilen-Konflikt

Japan lässt Kampfflugzeuge gegen Russen-Jets aufsteigen

Russische Maschinen sollen für eine Minute in Japans Luftraum eingedrungen sein. Die russische Seite dementiert eine Luftraumverletzung.

Foto: AP

Dieser russische Kampfjet vom Typ SU-27 soll in Japans Luftraum eingedrungen sein
Dieser russische Kampfjet vom Typ SU-27 soll in Japans Luftraum eingedrungen sein

Im Konflikt zwischen Japan und Russland um die Hoheit über vier Kurilen-Inseln hat es nach Angaben aus Tokio einen Zwischenfall mit der Luftwaffe gegeben: Zwei Jagdflugzeuge der russischen Streitkräfte vom Typ SU-27 seien am Donnerstag etwa eine Minute lang in den japanischen Luftraum vor Hokkaido eingedrungen, teilte das Verteidigungsministerium in Tokio mit. Sogleich seien vier japanische Maschinen aufgestiegen. Das Außenministerium schickte eine Protestnote nach Moskau. Es handele sich um den ersten derartigen Zwischenfall seit fünf Jahren.

Die russische Seite dementierte umgehend: Die Maschinen der Luftwaffe seien regelmäßig in der Region unterwegs und hielten sich ohne Grenzverletzung strikt an die internationalen Regeln, zitierte die Nachrichtenagentur RIA Nowosti einen Sprecher der Militärregion Ost, Roman Martow.

Streit seit Kriegsende nicht beigelegt

Die insgesamt 56 Inseln der langgestreckten Kurilenkette werden seit Ende des Zweiten Weltkriegs vollständig von Moskau kontrolliert, nachdem die vier südlichsten okkupiert wurden. Der Streit um diese vier Inseln verhindert seit 65 Jahren die Unterzeichnung eines bilateralen Friedensvertrages.

Auf den Inseln befinden sich große Gold- und Silbervorkommen. Außerdem gibt es in den umliegenden Gewässern große Fischbestände. Auf den umstrittenen rund 5000 Quadratkilometer großen Inseln leben etwa 19.000 Menschen.

Quelle: AFP/Reuters/ap
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